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NRW stärkt Förderung für biologische Vielfalt

Zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt hat Nordrhein-Westfalen neue Fördermöglichkeiten für den Natur- und Artenschutz angekündigt. 2026 stehen rund 8,8 Millionen Euro zusätzlich für Maßnahmen zur Verfügung, die Arten schützen, Lebensräume sichern und die biologische Vielfalt im Land stärken. Rund 5,2 Millionen Euro kommen vom Land Nordrhein-Westfalen, weitere 3,6 Millionen Euro vom Bund.

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Mittel für drei Förderbereiche

  • Sonderaufruf Landesprogramm Biologische Vielfalt:
    Das Land stellt 2026 einmalig rund 2,8 Millionen Euro für Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt bereit.
  • Grüne Bänder in der Landschaft:
    Über die Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) fördern Bund und Land gemeinsam Hecken, Baumreihen und Feldgehölze. Sie verbinden Lebensräume, stärken ländliche Räume und sind wichtige Rückzugsorte für viele Arten. Dafür stehen in NRW 2026 rund 500.000 Euro zur Verfügung.
  • Konkrete Hilfe für gefährdete Arten:
    Ein neuer Förderbereich der GAK unterstützt investive Maßnahmen zur Schaffung, Wiederherstellung und Entwicklung von Lebensräumen und Lebensstätten wildlebender Arten. Dazu zählen zum Beispiel kleine Biotope, die Wiedervernässung von Mooren oder der Schutz der genetischen Vielfalt von Wildpflanzen. Dafür stehen 2026 rund 5,5 Millionen Euro bereit.

Nordrhein-Westfalen zählt mehr als 43.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Gleichzeitig gelten rund 44 Prozent der bewerteten Arten als gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden. Der Schutz und die Wiederherstellung vielfältiger Lebensräume sind deshalb zentrale Bausteine, um dem Artenrückgang entgegenzuwirken.

Neben der finanziellen Förderung setzt das Land auf strategische Weiterentwicklung und Beratung: Die Biodiversitätsstrategie NRW wird aktuell fortgeschrieben. Zudem unterstützt das Regionalbüro des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz beim Landesumweltamt Kommunen und Verbände dabei, passende Fördermöglichkeiten zu nutzen und Projekte für gesunde Ökosysteme umzusetzen.

Über die neuen Förderchancen

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Überblick

Die Strategien der Bundesländer

Alle Bundesländer haben eigene Strategien und Programme zur biologischen Vielfalt entwickelt und/oder sind dabei, diese zu aktualisieren. Die Landesstrategien orientieren sich an den jeweiligen ökologischen Gegebenheiten, rechtlichen Rahmenbedingungen und politischen Prioritäten in den Ländern. Die NBS 2030 kann für die Weiterentwicklung der Landesstrategien wichtige Orientierung und Impulse geben.

Über die Karte erhalten Sie einen Überblick über die Strategien in den einzelnen Bundesländern.