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Rückblick: 1. NBS-Jugendverbändeforum

Ziel des Forums war es, die Nationale Biodiversitätsstrategie 2030 (NBS 2030) mit Jugendverbänden zu diskutieren und Empfehlungen für den 2. Aktionsplan (2027–2030) zu erarbeiten.

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Austausch zu zentralen Handlungsfeldern der NBS 2030

Nach dem Kick-off im Dezember fand am 10. März 2026 das 1. NBS-Jugendverbändeforum statt. Dazu lud das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) Vertreterinnen und Vertreter von Jugendverbänden aus den Bereichen Natur, Umwelt, und Landwirtschaft ein. Der Veranstaltungstermin wurde so gewählt, dass die Jugendvertreterinnen und -vertreter ihre Teilnahme mit einem Besuch des parallel stattfindenden 38. Deutschen Naturschutzstags (DNT) verbinden konnten.

Kernziel des 1. NBS-Jugendverbändeforums ist die Beteiligung des Forums an der Umsetzung der NBS 2030 und die Erarbeitung der Maßnahmen für den 2. Aktionsplan (2027–2030) – sowie die Organisation der zukünftigen Zusammenarbeit und die Verankerung der NBS 2030 in die Arbeit und Kommunikation der Jugendverbände. Nach einem kurzen „Tour de table“, welches ein Kennenlernen und einen Austausch über bisherige Berührungspunkte zur NBS 2030 und die Erwartungen an das 1. NBS-Jugendverbändeforum umfasste, schloss sich eine kurze Präsentation über die Strategie und ihre Aktionspläne an. 

Anschließend priorisierten die Teilnehmenden die für sie wichtigsten Handlungsfelder und tauschten sich in Kleingruppen über die Maßnahmen des 1. Aktionsplans aus: welche Maßnahmen überzeugen, nachgeschärft werden sollten oder fehlen – und darauf aufbauend, welche Maßnahmen im 2. Aktionsplan beibehalten, geändert oder neu aufgenommen werden sollten. Besonders im Fokus der Jugendverbände standen folgende Handlungsfelder: Gesellschaftliches Bewusstsein, Engagement und Teilhabe (5)Wälder (7)Agrarlandschaften und Ernährung (8) sowie Klimawandel (13).

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Ergebnisse aus den Kleingruppen

Handlungsfeld 3 – Wiederherstellung von Ökosystemen

Wiederherstellungsmaßnahmen sollten eng mit bestehenden Strategien wie der EU-Wiederherstellungsverordnung und der Nationalen Biodiversitätsstrategie verknüpft werden. Die NBS 2030 kann dabei als verbindendes Element dienen, um Programme zu koordinieren, Synergien zu nutzen und Monitoring zu stärken.

Handlungsfeld 5 – Gesellschaftliches Bewusstsein, Engagement und Teilhabe

Ehrenamt, Jugendbeteiligung und Diversität wurden als zentrale Voraussetzungen für erfolgreichen Biodiversitäts- und Klimaschutz hervorgehoben. Wichtig sind Unterstützung und Anerkennung des Engagements.

Handlungsfeld 7 – Wälder

Es wurden vier miteinander verbundene Ziele identifiziert: Schutz der Biodiversität, Anpassung der Wälder an den Klimawandel, eine naturnahe Waldentwicklung sowie der Erhalt und die Erweiterung von Waldflächen.

Handlungsfeld 8 – Agrarlandschaften und Ernährung

Die Gruppe betonte die enge Verbindung zwischen Landwirtschaft, Biodiversität und Klimaschutz. Naturnahe Bewirtschaftung, die Umsetzung bestehender Empfehlungen und eine stärkere Beteiligung von Jugendlichen und Stakeholdern sollen nachhaltige Produktionssysteme fördern.

Handlungsfeld 13 – Klimawandel

Klimaschutzmaßnahmen sollten stärker in Landschafts- und Regionalprogramme integriert und besser überwacht werden. Gleichzeitig wurde die Bedeutung von Jugendbeteiligung, Kommunikation und Vernetzung hervorgehoben, um Maßnahmen wirksam umzusetzen.

Austausch und Zusammenarbeit

Dialogforen zur NBS 2030

Dialogforen sind ein zentrales Element der NBS 2030. Sie schaffen Raum für Austausch, strategische Abstimmung und gemeinsame Zusammenarbeit beim Schutz der Biodiversität. Bereits bei der Erarbeitung der Strategie waren Vertreterinnen und Vertreter aus Ländern, Kommunen, Verbänden, Wissenschaft und Wirtschaft in Workshops, Foren, und Interviews eng eingebunden. Diese partizipativen Formate werden nun weitergeführt – um Synergien zwischen dem Bund und den vielfältigen Akteursgruppen zu stärken und sie dauerhaft in die Umsetzung der NBS 2030 einzubinden.