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Rückblick: NBS-Dialogforum – Insektenschutz in der Praxis
Wie gelingt Insektenschutz in der Praxis – und welche Erfahrungen aus konkreten Projekten können die Umsetzung der NBS 2030 stärken? Darum ging es beim NBS-Dialogforum „Insektenschutz in der Praxis – Erkenntnisse aus den Projekten im Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ am 19. und 20. Mai 2026 in Bonn.
Rund 90 Fachleute aus Naturschutz, Wissenschaft, Politik und Projektpraxis kamen zusammen, um Erfahrungen aus Projekten des Bundesprogramms Biologische Vielfalt auszutauschen. Im Fokus standen Vorhaben, die seit dem sogenannten „Insekten-Call“ 2019 gefördert wurden. Ihre Ansätze reichen von Blühstreifen in der Landwirtschaft über Maßnahmen im urbanen Raum bis hin zu Bildungsprojekten und dem Einsatz von KI.
Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, welche Faktoren die Umsetzung von Insektenschutzmaßnahmen in der Praxis erleichtern – und wo weiterhin Herausforderungen bestehen. Diskutiert wurden unter anderem die Zusammenarbeit mit Flächeneigentümerinnen und -eigentümern, die langfristige Sicherung geeigneter Lebensräume sowie die Übertragbarkeit erfolgreicher Ansätze auf andere Regionen und Kontexte.
Besondere Aufmerksamkeit galt dem Verbundprojekt BROMMI – „Biosphärenreservate als Modelllandschaft für den Insektenschutz“, das gemeinsam von WWF Deutschland, dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung und dem Verein Nationale Naturlandschaften umgesetzt wurde. Auf Initiative des auslaufenden Projekts blickten das Bundesamt für Naturschutz und das Programmbüro im DLR-Projektträger gemeinsam mit den Projektteams auf bisherige Erfahrungen zurück.
Ziel des Dialogforums
Ziel des Dialogforums war es, Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und Empfehlungen für den Insektenschutz herauszuarbeiten. Dabei wurde deutlich: Wirksamer Insektenschutz braucht praxistaugliche Maßnahmen, verlässliche Kooperationen und den Austausch zwischen unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren.
Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Erkenntnisse aus den Projekten des Bundesprogramms Biologische Vielfalt in die weitere Umsetzung der NBS 2030 einzubringen. Die Ergebnisse können insbesondere in die Ausarbeitung des 2. Aktionsplans einfließen, der ab 2027 ansteht.