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Gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Religionen schützen die Natur

Religionsgemeinschaften erreichen viele Menschen und bringen sie an ganz unterschiedlichen Orten zusammen. Dieses Potenzial nutzt das Projekt „Religionen schützen die Natur und fördern ökologisches Bewusstsein“: Neun Religionsgemeinschaften engagieren sich gemeinsam für biologische Vielfalt und verbinden religiöse Traditionen mit Naturschutz vor Ort.

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14.10.2026

Naturschutz dort, wo Gemeinschaft entsteht

Natur spielt in vielen Religionen eine wichtige Rolle – etwa in Erzählungen, Festen oder Traditionen rund um Tiere, Pflanzen und die Schöpfung. Das Projekt greift diese Verbindungen auf und macht daraus praktische Angebote für Gemeinden, Schulen, Kitas und Nachbarschaften.

Dafür arbeiten Aleviten, Bahai, Buddhisten, Christen, Eziden, Hindus, Juden, Muslime und Sikhi zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Formate, die Wissen über biologische Vielfalt vermitteln, Natur erlebbar machen und Menschen dazu anregen, selbst aktiv zu werden.

  • Ein Schwerpunkt liegt auf Bäumen, Wäldern und biodiversitätsfreundlichen Gemeindeflächen. Kirchen-, Synagogen- oder Moscheegelände werden gemeinsam begrünt und so gestaltet, dass dort neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen können. Begleitende Aktionen und Begegnungsformate machen zugleich die Bedeutung von Bäumen und Wäldern für Mensch und Natur sichtbar.
  • Ein zweiter Baustein sind die Interreligiösen Naturschutztage. Ehrenamtliche aus Gemeinden, Schulen, Kitas und dem Naturschutz entwickeln und realisieren eigene Aktionen – vom Begrünen eines Schulgartens über den Bau von Insektenhotels bis hin zu weiteren praktischen Naturschutzmaßnahmen.
  • Auch religiöse Feste mit Naturbezug werden aufgegriffen. Feste wie Erntedank oder Tu biSchevat, das jüdische Neujahrfest der Bäume, schaffen Anlässe, um sich gemeinsam mit Natur und biologischer Vielfalt zu beschäftigen. Dazu gehören beispielsweise das Bepflanzen und Bewirtschaften gemeinschaftlicher Flächen oder ressourcenschonendes Kochen.

So soll Naturschutz langfristig dort verankert werden, wo Menschen ohnehin zusammenkommen – in Gemeinden, Nachbarschaften und Bildungseinrichtungen. Gleichzeitig entstehen neue Räume für Austausch und gemeinsames Engagement über Religionsgrenzen hinweg.

Mehr über das Projekt

Das Projekt „Religionen schützen die Natur und fördern ökologisches Bewusstsein“ wird vom Abrahamischen Forum in Deutschland e. V. umgesetzt. Gefördert wird es im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums.

13 Vertreter*innen des Abrahamischesn Forums stehen auf einer Wiese und schauen in Richtung des Betrachters.

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