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Neues Projekt des Abrahamischen Forums startet

Neun Religionsgemeinschaften engagieren sich künftig gemeinsam für die biologische Vielfalt: Mit dem neuen Projekt „Religionen schützen die Natur und fördern ökologische Bewusstsein“ (Kurztitel: ReNa) richtet das Abrahamische Forum in Deutschland für fünf Jahre einen neuen Arbeitskreis ein.

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13 Vertreter*innen des Abrahamischesn Forums stehen auf einer Wiese und schauen in Richtung des Betrachters.

Foto: Abrahamisches Forum

Gemeinsam für die biologische Vielfalt

Beteiligt sind Vertreterinnen und Vertreter von Aleviten, Bahai, Buddhisten, Christen, Eziden, Hindus, Juden, Muslimen und der Sikh-Religion. Ziel ist es, das Potenzial religiöser Gemeinschaften für den Naturschutz zu stärken und einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie 2030 (NBS 2030) zu leisten.

Im Fokus stehen drei Projektbausteine:

  • Bedeutung von Wäldern und Bäumen_ Die „Fünf Wochen für Bäume“ (21. März–25. April) machen auf die Rolle von Bäumen für biologische Vielfalt, Lebensqualität und Klima aufmerksam. Zudem werden religiöse Einrichtungen in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald als Orte der biologischen Vielfalt weiterentwickelt.
  • Religiöse Naturschutztage_ Im Rahmen der ökumenischen Schöpfungszeit (1.September–4. Oktober) werden bundesweit interreligiöse Naturschutztage durchgeführt. Religionsgemeinden und Engagierte im Naturschutz machen nicht nur gemeinsames Engagement für die biologische Vielfalt sichtbar, sondern motivieren und sensibilisieren für das Thema.
  • Religiöse Feste rund um die Natur_ Naturbezogene Feste wie Erntedank, der Tag der Biene oder das Arche-Noah-Fest werden interreligiös gestaltet und regional gestärkt. Ziel ist es, das Engagement für biologische Vielfalt – auch in der eigenen Stadtnatur – sichtbar zu machen.

Das Projekt läuft vom 1. November 2025 bis 30. April 2031 und wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Auftakt des Arbeitskreises

Zur Eröffnung des Arbeitskreises betonte Liridon Hoxha vom Bundesamt für Naturschutz die Bedeutung solcher Initiativen für die Umsetzung der NBS 2030. Jürgen Micksch, Geschäftsführer des Abrahamischen Forums, und Projektreferentin Claudia Willms verwiesen auf das große Potenzial von Religionsgemeinschaften für eine breitere ökologische Bewusstseinsbildung.

Religionsgemeinschaften erreichen viele Menschen und verfügen über gewachsene ethische Traditionen im Umgang mit Natur und Schöpfung. Dieses gesellschaftliche Potenzial wird mit dem Projekt gezielt für den Schutz der biologischen Vielfalt genutzt.

Über das Abrahamische Forum

Das Abrahamische Forum in Deutschland e.V. ist ein Zusammenschluss von Persönlichkeiten verschiedener Religionen sowie aus Wissenschaft und Praxis. Es setzt sich für den interreligiösen Dialog und ein respektvolles Miteinander ein, organisiert Veranstaltungen und Initiativen und engagiert sich darüber hinaus im Bereich Religion und Naturschutz.