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Online-Beteiligung zum Nationalen Wiederherstellungsplan gestartet
Der Entwurf des Nationalen Wiederherstellungsplans (NWP) ist online – und kann ab sofort kommentiert werden. Vom 25. April bis 25. Juni 2026 haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Hinweise und Ideen direkt einzubringen.
Ihre Expertise für den Nationalen Wiederherstellungsplan
Ziel des Nationalen Wiederherstellungsplans ist es, geschädigte Ökosysteme gezielt zu verbessern. Bis 2030 sollen auf mindestens 20 Prozent der betroffenen Land- und Meeresflächen Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu gehören unter anderem:
- die Wiedervernässung von Mooren,
- die Renaturierung von Flüssen und Auen,
- der Umbau von Wäldern hin zu klimaresilienten Beständen,
- biodiversitätsfördernde Maßnahmen in der Landwirtschaft,
- mehr naturnahe Flächen in Städten.
Diese Maßnahmen stärken nicht nur die biologische Vielfalt, sondern leisten auch einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung – etwa durch die Speicherung von CO₂ oder einen besseren Wasserrückhalt in der Landschaft.
Der Entwurf wurde gemeinsam von Bund und Ländern erarbeitet. Die Online-Beteiligung bietet nun die Möglichkeit, konkrete Maßnahmen zu prüfen, zu ergänzen und zu kommentieren. Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist dabei fester Bestandteil des Prozesses: Bereits das Angebot eines ersten Bürgerdialogs im Jahr 2025 wurde von über 6.000 Menschen genutzt.
Einordnung: EU-Vorgaben und Nationale Biodiversitätsstrategie 2030
Die NBS 2030 bündelt als zentrale Naturschutzstrategie Deutschlands alle wichtigen Ziele für den Biodiversitätsschutz in Deutschland unter einem strategischen Dach. Dazu zählt auch die Wiederherstellung von Ökosystemen, die im Handlungsfeld 3 der NBS 2030 verankert ist. Viele der Maßnahmen aus dem 1. Aktionsplan der NBS 2030, etwa im Bereich Moorschutz, Auenentwicklung, Waldumbau oder biodiversitätsfördernde Landwirtschaft, leisten zugleich einen direkten Beitrag zur Umsetzung der Ziele der EU-Wiederherstellungsverordnung.