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Die NBS 2030 auf dem 38. Deutschen Naturschutztag 2026
Vom 10. bis 13. März 2026 fand in Berlin der Deutsche Naturschutztag (DNT) statt. Als zentrales Jahresereignis bringt er Akteurinnen und Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Interessensvertretungen, Fachgesellschaften, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammen.
Fachforum zur NBS 2030: Instrumente, Ziele und Umsetzung
Im Forum „Fit for Purpose: Sind unsere Instrumente und Strategien im Naturschutz zukunftsfähig?“ stand die NBS 2030 im Mittelpunkt eines Fachaustauschs: Wie gelingt eine verbindlichere Zielerreichung im Naturschutz?
Deutlich wurde, dass Biodiversität als Querschnitts- und Zukunftsaufgabe nur gemeinsam vorangebracht werden kann – durch stärkere Zusammenarbeit, gesellschaftlichen Dialog und neue Allianzen. Mit dem 7. Nationalbericht Deutschlands an die Biodiversitätskonvention (CBD) wird deutlich: Die Ziele der NBS 2030 und ihre Umsetzung werden verbindlich verfolgt.
NBS 2030 als zentrales Umsetzungsinstrument
Die NBS 2030 wurde im Forum als zentrales Instrument für die Umsetzung nationaler und internationaler Biodiversitätsziele hervorgehoben: Sie greift internationale Vereinbarungen wie den Globalen Biodiversitätsrahmen (GBF) und die EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 auf, definiert messbare Ziele und setzt einen klaren Zeithorizont.
Zugleich schafft sie eine fundierte Grundlage für politisches Handeln – durch die Bündelung wissenschaftlicher Erkenntnisse, die Bewertung von Trends und das Sichtbarmachen von Zielkonflikten. So können Prioritäten dort gesetzt werden, wo der Handlungsdruck besonders hoch ist.
Naturschutz: eine gemeinsame Aufgabe
Deutlich wurde: Biodiversitätsschutz ist keine Zusatzaufgabe, sondern Voraussetzung für das Erreichen zentraler gesellschaftlicher Ziele. Entsprechend verfolgt die NBS 2030 einen sektorübergreifenden („whole of policy“) und gesamtgesellschaftlichen („whole of society“) Ansatz.
Gerade vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen kommt der Zusammenarbeit eine besondere Bedeutung zu. Wirksame Naturschutzpolitik braucht Allianzen, gegenseitigen Rückhalt und Vertrauen – sowie die Einbindung vieler Akteurinnen und Akteure aus Verbänden, Wirtschaft, Wissenschaft, Ländern und Zivilgesellschaft.
Dialog stärken, Umsetzung voranbringen
Ein zentrales Fazit des Austauschs: Die Umsetzung muss weiter gestärkt und Fortschritte transparent gemacht werden – etwa durch geeignete Indikatoren, die Erfolge und Defizite sichtbar machen. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig kontinuierlicher Dialog und Beteiligung sind. Hier übernimmt die NBS-Geschäftsstelle eine zentrale Rolle: Sie schafft Räume für Austausch, vernetzt Akteurinnen und Akteure und entwickelt Kommunikations- und Beteiligungsformate weiter.
Denn klar ist: Naturschutz ist eine Querschnitts- und Zukunftsaufgabe – und kann nur gemeinsam gestaltet werden.