Newsletter abonnieren
  1. Startseite
  2. Die NBS 2030 auf dem Deutscher Naturschutztag 2026

Die NBS 2030 auf dem Deutscher Naturschutztag 2026

Vom 10. bis 13. März 2026 fand in Berlin der Deutsche Naturschutztag (DNT) statt. Als zentrales Jahresereignis bringt er Akteure aus Zivilgesellschaft, Interessensvertretungen, Fachgesellschaften, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammen.

Banner code

Das Forum zur NBS 2030 im Rückblick

Im Forum „Fit for Purpose: Sind unsere Instrumente und Strategien im Naturschutz zukunftsfähig?“ stand die NBS 2030 im Mittelpunkt eines Fachaustauschs: Wie gelingt eine verbindlichere Zielerreichung im Naturschutz? Deutlich wurde, dass Biodiversität als Querschnitts- und Zukunftsaufgabe nur gemeinsam vorangebracht werden kann – durch stärkere Zusammenarbeit, gesellschaftlichen Dialog und neue Allianzen.

NBS 2030 als zentrales Umsetzungsinstrument

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Ziele im Naturschutz verbindlicher erreicht werden können. Die NBS 2030 wurde dabei als zentrales Instrument hervorgehoben: Sie greift internationale Verpflichtungen wie das Globale Biodiversitätsrahmenwerk (GBF) und die EU-Biodiversitätsstrategie auf, definiert messbare Ziele und setzt einen klaren Zeithorizont.

Zugleich schafft sie eine fundierte Grundlage für politisches Handeln – durch die Bündelung wissenschaftlicher Erkenntnisse, die Bewertung von Trends und das Sichtbarmachen von Zielkonflikten. So können Prioritäten dort gesetzt werden, wo der Handlungsdruck besonders hoch ist.

Naturschutz: eine gemeinsame Aufgabe

Deutlich wurde: Biodiversitätsschutz ist keine Zusatzaufgabe, sondern Voraussetzung für das Erreichen zentraler gesellschaftlicher Ziele. Entsprechend verfolgt die NBS 2030 einen sektorübergreifenden („whole of policy“) und gesamtgesellschaftlichen („whole of society“) Ansatz.

Gerade vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen kommt der Zusammenarbeit eine besondere Bedeutung zu. Wirksame Naturschutzpolitik braucht Allianzen, gegenseitigen Rückhalt und Vertrauen – sowie die Einbindung vieler Akteure aus Verbänden, Wirtschaft, Wissenschaft, Ländern und Zivilgesellschaft.

Dialog stärken, Umsetzung voranbringen

Ein zentrales Fazit des Austauschs: Die Umsetzung muss weiter gestärkt und Fortschritte transparent gemacht werden – etwa durch geeignete Indikatoren, die Erfolge und Defizite sichtbar machen. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig kontinuierlicher Dialog und Beteiligung sind. Hier übernimmt die Geschäftsstelle der NBS 2030 eine zentrale Rolle: Sie schafft Räume für Austausch, vernetzt Akteurinnen und Akteure und entwickelt Kommunikations- und Beteiligungsformate weiter. 

Denn klar ist: Naturschutz ist eine Querschnitts- und Zukunftsaufgabe – und kann nur gemeinsam gestaltet werden.