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Nature-Studie zeigt:
Biologische Vielfalt liegt Europas Kommunen am Herzen
Eine europaweite Studie zeigt: Für viele Städte und Gemeinden spielt die biologische Vielfalt bei der Planung und Pflege ihrer Grünflächen eine wichtige Rolle. 85 Prozent der befragten Kommunen nennen sie als zentrale Motivation.

Wie wichtig ist biologische Vielfalt für Städte und Gemeinden in Europa? Dieser Frage ist ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Gent und der Ruhr-Universität Bochum nachgegangen. Für die Studie befragten die Forschenden Mitarbeitende aus der Grünflächenplanung und -pflege von 574 Kommunen in 18 europäischen Ländern. Dabei ging es unter anderem darum, welche Rolle biologische Vielfalt bei der Planung und Pflege öffentlicher Grünflächen spielt und wie Kommunen die Akzeptanz für artenreiche, naturnähere Flächen fördern.
Die Ergebnisse fallen insgesamt positiv aus: 85 Prozent der Kommunen gaben an, dass die biologische Vielfalt eine zentrale Motivation bei der Planung und Pflege von Grünflächen ist. 82 Prozent führen Schulungen für Mitarbeitende zum Thema Biodiversität durch. Drei Viertel der Kommunen ergreifen zudem Maßnahmen, um die öffentliche Akzeptanz für eine biodiversitätsfördernde Grünflächenpflege zu stärken.
Kommunen als wichtige Akteure
Parks, Wiesen, Wälder und andere städtische Grünflächen können wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten. Damit dieses Potenzial genutzt werden kann, kommt es auch darauf an, wie diese Flächen geplant und gepflegt werden. Kommunen nehmen dabei eine wichtige Rolle ein.
Die Studie zeigt zugleich, wie wichtig die Einbindung der Bevölkerung sein kann. Artenreiche Grünflächen wirken häufig wilder und natürlicher als intensiv gepflegte Flächen. Viele Kommunen ergreifen deshalb Maßnahmen, um die Akzeptanz für eine biodiversitätsfreundliche Pflege zu stärken, oder beziehen Bürgerinnen und Bürger direkt in die Planung ein. Eine knappe Mehrheit der befragten Städte und Gemeinden gab an, die Bevölkerung an solchen Prozessen zu beteiligen.
Für die Forschenden sind die Ergebnisse ein ermutigendes Zeichen: Erstmals lassen sich damit Fortschritte bei der systematischen Förderung der biologischen Vielfalt in Kommunen in ganz Europa belegen.
