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10 Jahre „Blauer Kompass“

Bundespreis zeichnet sechs Projekte zur Klimaanpassung aus

Von Starkregenvorsorge über klimaresiliente Landwirtschaft bis zum Klimawald: Sechs Projekte sind 2026 mit dem Bundespreis „Blauer Kompass“ ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung 2026 fand am 17. September im Rahmen der bundesweiten „Woche der Klimaanpassung“ in Berlin statt. Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt der Wettbewerb einmal mehr, wie vielfältig Klimaanpassung in der Praxis aussehen kann.

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17.09.2026

Sechs Lösungen für mehr Klimaresilienz

Wie können wir uns besser auf Hitze, Dürre, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels vorbereiten? Genau dafür sucht der Bundespreis „Blauer Kompass“ nach innovativen, wirksamen und nachhaltigen Lösungen aus der Praxis. 

2026 wurden sechs Projekte aus Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Insgesamt gingen 488 Bewerbungen ein. Fünf Preisträger wählte eine Fachjury aus den nominierten Projekten aus. Über den zusätzlichen Community-Preis entschied ein öffentliches Online-Voting. 

Jede Auszeichnung ist mit 25.000 Euro Preisgeld verbunden. Zusätzlich erhalten die Preisträger Unterstützung bei ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – unter anderem mit einem professionellen Kurzfilm über ihr Projekt. Erstmals waren in diesem Jahr auch Schulen und Schulprojekte mit einer eigenen Kategorie vertreten.

Die Preisträger 2026 im Überblick

  • Starkregenfrühalarmsystem – Risiken früh erkennen, Menschen wirksam schützen (Landkreis Fulda, Hessen | Kategorie: Kommunen)
  • Schwamm-Acker Gramzow: Systemische Bodenregeneration als Antwort auf Extremwetter (Landwirtschaftsbetrieb Stefan Bernickel, Brandenburg | Kategorie: Private und kommunale Unternehmen)
  • Planetary Health und klimasensible Hebammenarbeit (Katholische Stiftungshochschule für angewandte Wissenschaften München, Bayern | Kategorie: Forschungs- und Bildungseinrichtungen)
  • Die MutReiferei – Mut als Zukunftskompetenz für das Leben mit dem Klimawandel (Förderverein NaturGut Ophoven e. V., Leverkusen, Nordrhein-Westfalen | Kategorie: Verbände, Vereine und Stiftungen)
  • Campus Cultiva (Sankt Mauritius-Sekundarschule, Halle (Saale), Sachsen-Anhalt | Kategorie: Schulen)
  • OPG-Klimawald und Streuobstwiese (Olof-Palme-Gesamtschule, Hiddenhausen, Nordrhein-Westfalen | Community-Preis)

Der Bundespreis „Blauer Kompass“ wird alle zwei Jahre gemeinsam vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt vergeben. Seit zehn Jahren macht er Projekte sichtbar, die konkrete Antworten auf die Folgen des Klimawandels entwickeln. 

Die Preisträger im Detail

Mehr zu den sechs ausgezeichneten Projekten, ihren Ansätzen und den Menschen dahinter gibt es auf der Webseite des Umweltbundesamts.

Collage mit Kranich und Sonnentau

Handlungsfeld 13

Klimawandel

Klimawandel und der Verlust biologischer Vielfalt hängen eng zusammen: Steigende Temperaturen und Extremwetter setzen Arten und Ökosysteme unter Druck. Gleichzeitig können intakte und vielfältige Ökosysteme Kohlenstoff binden, Klimafolgen abfedern und Veränderungen besser standhalten.

Die NBS 2030 nimmt deshalb beides gemeinsam in den Blick. Handlungsfeld 13 setzt unter anderem darauf, Ökosysteme zu erhalten und wiederherzustellen, ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken und ihre natürlichen Klimaschutzfunktionen zu sichern.