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UBA-Jugendbefragung 2025
Junge Menschen sorgen sich um Umwelt und Klima
Viele junge Menschen blicken mit Sorge auf die Zukunft von Umwelt und Klima. Gleichzeitig konkurriert das Thema zunehmend mit anderen gesellschaftlichen Herausforderungen. Das zeigen neue Ergebnisse der Studienreihe „Zukunft? Jugend fragen!“ des Umweltbundesamtes. Die Befunde sind auch für den Natur- und Biodiversitätsschutz relevant, da Umwelt- und Klimafragen eng mit dem Zustand von Ökosystemen und dem Erhalt der biologischen Vielfalt verbunden sind.
Für 73 Prozent der befragten 14- bis 22-Jährigen ist Umwelt- und Klimaschutz wichtig. Der Anteil derjenigen, die das Thema als „sehr wichtig“ einstufen, ist allerdings von 50 Prozent im Jahr 2021 auf 30 Prozent im Jahr 2025 gesunken. Kriminalität und öffentliche Sicherheit sowie soziale Gerechtigkeit werden derzeit stärker priorisiert. Angesichts zahlreicher Krisen steht Umwelt- und Klimaschutz damit stärker als früher in Konkurrenz zu anderen drängenden Themen.
Gleichzeitig blicken viele junge Menschen mit Sorge in die Zukunft: 69 Prozent beurteilen die weitere Entwicklung von Umwelt und Klima pessimistisch. Dazu passt, dass ebenfalls 69 Prozent der Ansicht sind, die Bundesregierung tue nicht genug für den Umwelt- und Klimaschutz. Auch das Engagement von Industrie und Wirtschaft sowie der einzelnen Menschen hält jeweils nur knapp ein Drittel für ausreichend. Das politische Interesse junger Menschen ist dennoch hoch: Für 88 Prozent ist es sehr wichtig, in einer Demokratie zu leben. 69 Prozent finden es gut, dass es die Europäische Union gibt.
Auch die biologische Vielfalt im Blick
Klima- und Biodiversitätskrise sind eng miteinander verbunden und gehören zu den zentralen ökologischen Belastungsgrenzen unseres Planeten. Dass der Verlust der biologischen Vielfalt vielen jungen Menschen bewusst ist, zeigt ergänzend die Jugend-Naturbewusstseinsstudie 2021 von Bundesumweltministerium und Bundesamt für Naturschutz: 74 Prozent der befragten Jugendlichen waren überzeugt, dass die biologische Vielfalt auf der Erde abnimmt. 70 Prozent betrachteten ihre Bewahrung als vorrangige gesellschaftliche Aufgabe.
Mehr Mitsprache in der Klimapolitik gewünscht
70 Prozent wünschen sich, dass die Politik ihre Forderungen in Klimafragen stärker berücksichtigt. Nur 26 Prozent sind der Ansicht, dass die Bundesregierung genug für den Umwelt- und Klimaschutz tut. Zugleich hat die Demokratie für junge Menschen einen hohen Stellenwert: Für 88 Prozent der Befragten ist es sehr wichtig, in einer Demokratie zu leben.
Befragt wurden im Dezember 2025 insgesamt 1.311 junge Menschen zwischen 14 und 22 Jahren. Die repräsentative Erhebung ist Teil der Studienreihe „Zukunft? Jugend fragen!“, in der seit 2017 alle zwei Jahre das Umweltbewusstsein, die umweltbezogenen Einstellungen und die Erwartungen junger Menschen an die Politik untersucht werden.

Handlungsfeld 5:
Gesellschaftliches Bewusstsein, Engagement und Teilhabe
Der Schutz der biologischen Vielfalt gelingt nur, wenn möglichst viele Menschen ihre Bedeutung kennen und sich einbringen können. Die NBS 2030 stärkt deshalb Bildung, Kommunikation und gesellschaftliche Teilhabe – insbesondere auch das Engagement junger Menschen.