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Abschluss der 17. Weltnaturkonferenz
Wichtige Beschlüsse für den weltweiten Naturschutz
Die 17. Weltnaturkonferenz (COP17) in Eriwan erzielte wichtige Beschlüsse zur Umsetzung der globalen Biodiversitätsziele, zur Naturschutzfinanzierung und zur Stärkung indigener Völker und lokaler Gemeinschaften. Sie antworten auf die Erkenntnisse des ersten globalen Überprüfungsprozesses, der gezeigt hat: Die bisherigen Anstrengungen reichen nicht aus, um den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 aufzuhalten und umzukehren.

Nach zwei Wochen intensiver Verhandlungen ist die 17. Weltnaturkonferenz am Morgen des 31. Oktober 2026 in Eriwan, Armenien, zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt stand die erste globale Überprüfung der Umsetzung des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal (GBF).
Umsetzung und Finanzierung voranbringen
Die erste globale Überprüfung hat gezeigt: Die bisherigen Anstrengungen waren wichtig und erfolgreich, gleichzeitig reichen sie nicht aus, um den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 aufzuhalten und umzukehren. Der verabschiedete „Pfad von Eriwan“ ruft dazu auf, die Umsetzung der globalen Biodiversitätsziele bis 2030 zu beschleunigen. In Deutschland wird dazu zurzeit ein 2. Aktionsplan der Nationalen Biodiversitätsstrategie 2030 (NBS 2030) mit Maßnahmen des Bundes für die Zeit von 2027-2030 entwickelt, um damit auch einen Beitrag zur globalen Zielerreichung zu leisten. Weitere Unterstützung für internationale Partnerländer bieten Initiativen wie die NBSAP Accelerator Partnership, welche die Umsetzung nationaler Biodiversitätsstrategien und Aktionspläne begleitet.
Die Finanzierung des weltweiten Naturschutzes blieb ein umstrittenes Thema. Die COP17 schuf eine solide Grundlage für weitergehende Beschlüsse zur Naturschutzfinanzierung. Zudem wurde ein konkreter Prozess bis zur COP18 vereinbart, um weitere Länder für die finanzielle Unterstützung insbesondere der am wenigsten entwickelten Länder und der kleinen Inselstaaten zu gewinnen.
Die Weltnaturkonferenz in Eriwan hat eine ehrliche Bestandsaufnahme geliefert. Es stehen mehr Gebiete unter Schutz und zerstörte Natur erholt sich an vielen Orten wieder. Zugleich gibt es noch sehr viel zu tun.
Bundesumweltminister Carsten Schneider
Indigene Völker und lokale Gemeinschaften stärken
Das bereits bei der COP16 etablierte Nebenorgan zur Stärkung der Beteiligung indigener Völker und lokaler Gemeinschaften wurde operationalisiert. Damit sollen ihre Rechte, ihr traditionelles Wissen und ihre Rolle in den Arbeiten der CBD stärker berücksichtigt werden. Ergänzend wurden freiwillige Leitlinien („Sevan Guidelines“) beschlossen, um die nationale Anerkennung indigener und traditioneller Territorien zu stärken.
Ebenso wurde die Operationalisierung des Mechanismus zum Vorteilsausgleich aus der Nutzung digitaler Sequenzinformationen über genetische Ressourcen und des zugehörigen Cali Fonds behandelt. Ziel ist es, durch mehr Rechtssicherheit und Klarheit höhere und verlässliche Einzahlungen zu ermöglichen. Technische Fragen konnten jedoch nicht abschließend geklärt werden. Die Arbeiten hierzu werden bis zur nächsten Vertragsstaatenkonferenz fortgeführt.
Weitere Beschlüsse betreffen unter anderem die Verbindung von Biodiversitäts- und Klimaschutz, wissenschaftliche und technische Erfordernisse zur Unterstützung der Umsetzung des GBF sowie die Meeres-, Küsten- und Inselbiodiversität. Die nächste Weltnaturkonferenz soll 2028 in Ecuador stattfinden.