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Recap: „Vernetzt im Dialog“ vom 14.07.

Bedeutung der Biodiversität in der Vermarktung von Lebensmitteln

Am 14. Juli fand die zweite Veranstaltung der Online-Reihe NBS 2030 – Vernetzt im Dialog statt. Unter dem Titel „Bedeutung der Biodiversität in der Vermarktung von Lebensmitteln“ wurden aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen rund um die Kommunikation von Biodiversitätsleistungen entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette beleuchtet. Zwei Fachvorträge gaben Einblicke in die Kennzeichnung von Biodiversitätsaspekten sowie auf deren Einfluss auf das Kaufverhalten von Verbraucherinnen und Verbrauchern. 

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21.07.2026

Dr. Hyewon Seo vom Umweltbundesamt sprach über “Machbare und sinnvolle Zertifizierungen und Kennzeichnungen der Biodiversitätsaspekte bei Produkten und Dienstleistungen”. Sie stellte bestehende Zertifizierungs- und Kennzeichnungssysteme vor und diskutierte deren Eignung, Biodiversitätsaspekte sichtbar zu machen. Dabei wurde deutlich, dass Biodiversität ein komplexes Thema ist, das sich deutlich schwieriger standardisieren und messen lässt als beispielsweise Klimaschutzaspekte. 

Im Anschluss teile Meike Pantel von Bioland e.V. ihre Erfahrungen zum Thema “Einfluss von Biodiversität auf die Kaufentscheidung”. Anhand von verschiedener Personas zeigte sie, dass die Motive für den Kauf naturverträglich produzierter Lebensmitteln sehr unterschiedlich sind. Das Interesse am Thema Biodiversität ist bei verschiedenen Verbraucherinnen- und Verbraucher-Typen bislang eher gering. Zudem wird Biodiversität häufig weniger als andere Nachhaltigkeitsthemen wie Klimaschutz, Regionalität oder Tierwohl wahrgenommen. 

Im Anschluss an die Vorträge nutzten die 36 Teilnehmenden die Gelegenheit für eine lebhafte Diskussion. Dabei wurden die vorgestellten Ansätze aufgegriffen und unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft, Praxis und Verbänden eingebracht. 

Die Veranstaltung verdeutlichte, dass Biodiversität bislang noch wenig als Nachhaltigkeitsaspekt bei Kaufentscheidungen in der Lebensmittelvermarktung wahrgenommen wird. Gleichzeitig bestehen Herausforderungen bei der Messbarkeit, Kennzeichnung und Kommunikation entsprechender Biodiversitätsleistungen. Zertifizierungen und Labels können wichtige Orientierung bieten, müssen jedoch verständlich, glaubwürdig und praxisnah gestaltet sein. Ein zentrales Ergebnis der Veranstaltung war, dass die Verantwortung für den Schutz der Biodiversität nicht allein bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern liegen kann. Kaufentscheidungen können zwar wichtige Impulse setzen, gleichzeitig sind jedoch auch Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft, Handel, Politik und Zertifizierungsorganisationen gefordert, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen und Biodiversitätsleistungen sichtbar sowie transparent zu machen. 

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