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IPEN – Internationales Netzwerk für botanische Gärten zur Regelung des Pflanzenaustausches für eine nicht-kommerzielle Nutzung nach den Richtlinien der CBD


Botanische Gärten und Forschungseinrichtungen leisten durch Forschung, Lehre, Arten- und Naturschutzmaßnahmen sowie durch Öffentlichkeitsarbeit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Sie sind dabei aber auf den Austausch von Pflanzenmaterial angewiesen. Im Artikel 15 der CBD wird zwar ein erleichterter Zugang zu diesen pflanzengenetischen Ressourcen gefordert, in der Praxis stehen jedoch häufig restriktive rechtliche Umsetzungen im Weg. Problematisch ist hierbei vor allem die Gleichbehandlung kommerzieller und nicht-kommerzieller Interessenten.

Mit dem „International Plant Exchange Network“ (IPEN) hat der Verband Botanischer Gärten ein transparentes Netzwerk erarbeitet, das die Aufnahme und Weitergabe von Pflanzenmaterial dokumentiert und die Forderungen der CBD gewährleistet.

IPEN ist nicht für den kommerziellen Bereich gedacht; es gilt nur für Botanische Gärten und berücksichtigt deren nicht-kommerzielle Stellung. Pflanzen werden einmalig mit einer IPEN-Nummer versehen, die sie bei jeglicher Weitergabe behalten; dadurch ist die Herkunft des Materials innerhalb des IPEN jederzeit feststellbar. Verlässt Material IPEN, ist durch eine standardisierte Weitergabevereinbarung gesichert, dass die Ansprüche des Ursprungslands gewährleistet bleiben.

Zugleich stellt IPEN einen hervorragenden Kontrollmechanismus dar, um die Herkunft biologischen Materials zurückzuverfolgen und etwaige Vorteilsausgleichsansprüche der Herkunftsländer zu sichern. Ein gemeinsamer Verhaltenskodex reduziert den bürokratischen Aufwand auf ein Minimum.

Ziele von IPEN:

  • durch Transparenz deutlich machen, dass botanische Gärten gemäß der CBD handeln
  • Unterscheidung zwischen kommerziellen und nicht-kommerziellen Interessenten in den Ursprungsländern genetischer Ressourcen
  • Anerkennung der botanischen Gärten als Interessenvertreter in den Ursprungsländern