Naturschutz und Gesundheitsschutz
Das Projekt zum Natur- und Gesundheitsschutz lief bis 2008 und war eine Kooperation von BMU und BfN mit der Universität Bonn.
Die menschliche Gesundheit – physisch wie psychisch – ist mit Landschaft und Natur verbunden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) thematisiert in ihrem europäischen Programm „Umwelt und Gesundheit“ den präventiven, natur- und umweltbezogenen Gesundheitsschutz. Dieser umfasst die physische und mentale Gesundheit in lebenswerter Natur und Umwelt und verfolgt damit ganzheitliche Ansätze.
Ziele:
- verstärkte Nutzung der positiven Synergieeffekte von Naturschutz auf die Gesundheit
- Sensibilisierung des Gesundheitssektors für den Beitrag des Naturschutzes zum Gesundheitsschutz und für die positiven Effekte der Natur auf die Gesundheit
- Hinweis auf die permanenten Gratis-Leistungen der Natur
In drei Naturparken wurde das präventive bzw. kurative Potenzial des Naturschutzes herausgearbeitet und Strategien entwickelt, um den Naturschutz mit gesundheitsfördernden und -erhaltenden Maßnahmen zu verknüpfen sowie die regionalen Akteurinnen und Akteure des Naturschutzes und des Gesundheitsschutzes in Foren und Arbeitsgruppen zusammenzuführen. Die Akteursforen fungierten als Plattform und Ideenbörse.
Als Beispielräume wurden die Naturparke TERRA.vita bei Osnabrück, Hohes Venn in der Eifel und der Thüringer Wald auswählt. Im Rahmen des Vorhabens wurden neue, fachübergreifende Kooperationen initiiert, gemeinsame Handlungsansätze zum Thema „Naturschutz und Gesundheit“ entwickelt, verschiedene Akteure in den jeweiligen Regionen zusammengeführt und die Kommunikation eines integralen Naturschutzes unter Berücksichtigung von Gesundheitsaspekten erprobt. Das Projekt war in besonderer Weise dazu geeignet, geschlechtsspezifische Aspekte zu berücksichtigen.

